Rückblick Juli 2026

Der Juli war ein sehr märchenhafter Monat für mich. Ich durfte insgesamt viermal Groß und Klein mit Märchen verzaubern. Auch die beiden Wanderungen waren an vielen Stellen märchenhaft und voller verwunschener Ecken. Nicht zuletzt war auch die Operette „Frau Luna“, die ich bei den Frankenfestspielen in Röttingen angesehen habe, an vielen Stellen durchaus märchenhaft.

Weite Wege

Wie bereits im letzten Jahr besuchte mich meine Erzählkollegin Diana Weckert im Juli im Märchengarten und erzählte mit mir gemeinsam. Unser Thema: Weite Wege.

Diana Weckert und ich nach einem gelungenen, gemeinsamen Märchenabend.

Viele Märchen handeln davon, wie Menschen gar weit gehen müssen, um die auferlegte Aufgabe zu erfüllen, das eigene Schicksal zu wenden, den geliebten Menschen wiederzufinden, zu befreien oder zu erlösen. In unserer Märchenreise nahmen wir unsere Zuhörer mit in verschiedene europäische Länder, aber auch in den Orient und nach Afrika.

Wenn sich jemand auf den Weg macht, das eigene Schicksal zu wenden, dann ist das eine wunderbare Sache. Man muss aber auch die Gelegenheiten sehen, die sich auf der Reise auftun und achtsam seinen Weg gehen. Tut man es nicht, kann alles noch viel schlimmer werden. Es war spannend die beiden Märchen nebeneinander erzählt zu hören: Beide Male machte sich ein Mann auf den Weg, um sein Schicksal zu verändern. Der eine war achtsam, nutzte die sich bietenden Gelegenheiten und kam als reicher Mann zurück nach Hause – der andere wurde vom Wolf gefressen.

Besonders schön waren auch die vielen wundervollen Gespräche mit unseren Gästen: Danke, dass ihr alle da ward. Und Danke auch, dass Du wieder mit mir erzählt hast, liebe Diana. Ich freue mich schon auf unser nächstes Mal.

Auf Schusters Rappen

Zweimal konnte ich im Juli wandern gehen. Einmal mit meinem Mann und das erste Mal seit über einem Jahr ganz für mich allein. Ja, ich habe mich wirklich getraut und es hat mir viel Freude bereitet, aber es war auch sehr, sehr anstrengend.

Die erste Wanderung, mit meinem Mann zusammen, führte uns ins Waldstück zwischen Nenzenheim und Krassolzheim. Hier sind wir zum Andreas-Därr-Turm gewandert. Unser Weg führte uns durch über einen wunderschönen, lichtdurchfluteten Hohlweg – und natürlich habe ich auch wieder Bäume und Steine entdeckt, die Gesichter hatten und auf mich wie Wesen aus einer anderen Welt wirkten.

Hohlweg auf dem Weg zum Andreas-Därr-Turm

Die zweite Wanderung des Monats führte mich in ein Waldstück nahe Münchsteinach. Ich habe diese kurze Wanderung deshalb ausgewählt, weil sie nahezu ohne Steigung auskommt und dennoch einiges zu bieten hatte. Mein Gesundheitszustand erholt sich nur sehr, sehr langsam und ich habe für die 4 km nahezu 4 Stunden gebraucht – und das bei einem Weg ohne Steigung. Aber immerhin, ich konnte wieder allein wandern und das macht Mut zu mehr.

Ein Teil der Strecke folgte dem Weg „Oasen der Sinne“ und ich gelangte zum Keltenareal, wo ein keltischer Baumkalender angepflanzt und mit Tafel ausgestattet ist und auch der Nachbau eines Keltengrabes zu finden ist.  Außerdem lagen auf dem Weg noch die Wolfsquelle und zwei verwunschen wirkende Teiche.

An der Wolfsquelle laden Tisch und Bank zu einer Rast ein.

Frau Luna

Ein zweites Mal zog es uns in diesem Jahr zu den Frankenfestspielen in Röttingen. Diesmal stand die Frau Luna auf dem Programm. Die bereits 1899 uraufgeführte Operette des Komponisten Paul Lincke enthält jede Menge Lieder, die ich hätte mitsingen können. Darunter Stücke wie: „Das ist die Berliner Luft“ – und auch – „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“. Aber nein, ich habe nicht mitgesungen, das habe ich den Schauspielern auf der Bühne überlassen. Sie hatten alle wundervolle Stimmen und es bereitete Freude, ihnen zuzuhören. Ich bin schon gespannt, was 2027 auf der Freilichtbühne in Röttingen aufgeführt wird und ich bin mir beinahe sicher, dass wir auch 2027 den Weg zur Burg Brattenstein finden werden.

Burg Brattenstein in Röttingen – diesmal stand Frau Luna auf dem Programm.


Übrigens: Noch läuft „Frau Luna“ bei den Frankenfestspielen – der Besuch lohnt. 

Was im Juli 2026 sonst noch los war

  • Die ignorierten Frauen der Bibel – ein äußerst spannender Vortrag in der Domschule Würzburg
  • Mein erster Besuch des Treffens der Würzburger Erzählerinnen
  • Wein am Main in Mainstockheim
  • Märchennachmittag im Museum Kühnertsgasse 18/20/22
  • Treffen der MÄRCHENERZÄHLEREI bei unserer Erzählerin Hella Rissmann mit Puppenspiel, Museumsbesuch und Ausklang in einer Pizzeria

Ausblick auf den August 2026

  • Mein 26. Hochzeitstag
  • Meine Geburtstagsfeier auf Schloss Frankenberg
  • Träume – Lebensträume: Märchenabend im Märchengarten in Mainstockheim
  • Märchen zur blauen Stunde auf dem Schwanberg

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