Rückblick November 2025

Die Welt hat mich wieder. Endlich merke ich: Meine Gesundheit entwickelt sich in die richtige Richtung. Seit einer Woche kann ich wieder zur Tür hinaus, ohne mich mit einem Schal einzumummen, damit meine Lunge keine Probleme macht. Jetzt kann ich auch endlich wieder Erzählen! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich das vermisst habe.

Eine Portion Dankbarkeit

„Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ In den letzten Wochen und Monaten habe ich die Wahrheit dieses Zitates von Arthur Schopenhauer sehr deutlich am eigenen Leib erfahren. Wenn man nicht mehr kann, wie man will; wenn alltägliches zum schier unendlich hohen Berg wird; wenn die Puste gar zu schnell ausgeht und man zu viele Pausen braucht – dann begreift man erst, wie glücklich man sich auch für kleine Dinge schätzen darf. Vieles, wenn auch nicht alles, geht schon wieder und so ist es Zeit von Herzen dankbar zu sein, für viele Dinge, die wir gewöhnlich für allzu selbstverständlich erachten:

  • Die Arme über den Kopf heben können
  • In der Badewanne entspannen
  • Ein leckeres Essen zaubern
  • Einen kleinen Spaziergang unternehmen
  • Wieder selbständig Autofahren können
  • Dinge vom Boden aufheben
  • Ein wenig aufräumen

Alles Dinge, die ich normalerweise quasi nebenher mache und die ich gern als selbstverständlich erachte. Jedoch, das sind sie nicht, wie ich seit September schmerzhaft erfahren musste.

Ich mach’s auf meine Art

Manchmal kann man herzhaft über sich selbst lachen. Vor allem dann, wenn man sich selbst die Antwort auf eine Frage schreibend gegeben hat – und das, bevor man sie sich selbst stellte… Wie ist das möglich? Eigentlich ganz einfach: Manche Sichtweisen lassen sich auf mehr als eine Sache übertragen…

In meinem letzten Blogartikel schrieb ich über Aschenputtels Stiefschwestern, wie sie sich selbst verstümmelten um in den viel zu kleinen Schuh zu passen. Das alles nur, weil der Wunsch Königin zu werden so groß war, dass sie alle Schmerzen in Kauf nahmen. Und ich stellte die Behauptung auf, dass wir alle uns hin und wieder wie die Stiefschwestern benehmen und uns gleichsam beschneiden, um ein gar zu verlockendes Ziel zu erreichen. Oft scheitern wir dann trotzdem oder zahlen einen zu hohen Preis, weil der Schuh einfach nicht unserer war.

Jetzt muss ich ein wenig ausholen: Seit dem Tod meiner geliebten Hündin bin ich etwas lauf faul geworden und habe entsprechen Hüftgold angesetzt. Dieses möchte ich loswerden. Soweit, so gut. Jetzt gibt es da eine Methode, um die ich schon lange kreise. Zugegeben, es klingt fast zu schön um wahr zu sein, auf jeden Fall aber sehr verlockend.

Ende November habe ich mich dann, nach langem hin und her, angemeldet. Als ich die erlaubten Lebensmittel in Händen hielt, dachte ich sofort, das ist nix für mich, doch als ich die Rezeptmappe durchblätterte, dachte ich, doch, das geht. Wenn ich mein Gehirn gleich eingeschaltet hätte, hätte ich auch sofort bemerkt, dass die Kalorienzahl viel zu niedrig ist und ich das niemals durchhalte. Aber die Verlockung in kurzer Zeit mein Ziel zu erreichen war einfach zu groß. Aschenputtels Stiefschwestern lassen grüßen. Zwei Tage habe ich mich gequält und dann endlich recherchiert. Tja, und dann musste ich tatsächlich einen halben Tag mit mir Kämpfen, ob ich mich wirklich so beschneiden will. Das Ergebnis: Nein, dieser Schuh ist nicht für mich, er ist mir viel zu klein. Bestimmt gibt es in der großen, weiten Welt Menschen, für die diese Art abzunehmen genau die richtige ist. Ich gehöre nicht dazu.

Bin ich nun sauer, enttäuscht – von mir, der Methode, den Menschen oder wem auch immer? Nein, gar nicht. Ich hake es als Erfahrung sammeln ab. Es hat mir klar gezeigt, dass es eben nicht reicht, dass etwas funktioniert und dass jeder den Weg wählen sollte, der zu ihm passt. Ich habe wieder neue Sichtweisen gelernt, neue Rezepte und Tipps erhalten, die mich teilweise auch weiter begleiten werden. Insofern bin ich völlig fein damit.

Aschenputtels Schuh – Canva AI erstellt

Den Schuh habe ich stehen lassen, auch wenn es zwei Tage gedauert hat, bis mir aufgegangen ist, dass er mir nicht passt und der Preis zu hoch wäre. Habe ich deswegen aufgegeben gleichsam Königin zu werden? Nein, ganz gewiss nicht! Aber: Ich mach’s auf meine Art. Dieser kleine Umweg hat mir ein großes Geschenk gemacht: Meine Motivation jetzt etwas zu ändern und mich auf den Weg zu machen. Vermutlich dauert es länger, aber dafür fühle ich mich wohl auf meinem Weg.

Und wer weiß, vielleicht hätte auf die beiden Stiefschwestern ja auch ihr eigenes Königreich gewartet, wenn sie nicht unbedingt den Schuh und den Prinzen ihrer Schwester hätten haben wollen.

Endlich wieder erzählen

Märchen erzählen ist für mich mehr als nur ein Beruf, es ist Berufung und Passion. Mir fehlt es, wenn ich nicht vor Publikum erzählen kann, weil mein Herz-Lungen-Problem mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Nach langer Krankheit war es im November endlich wieder soweit und ich konnte meinen ersten Auftritt wahrnehmen – und dafür bin ich von Herzen dankbar.

Okay, das Bild ist schon etwas älter, aber ich habe beim Auftritt keines gemacht…

Neuer Look für meine Homepage

Vielleicht erinnerst Du Dich: Ich habe im Rückblick September/Oktober davon erzählt, dass ich mein geplantes Newslettermagazin aufschieben musste, weil mein Körper einfach nicht mitspielte in diesem Jahr.

Angefangen hatte ich aber und die Landingpage war auch schon gestaltet. Im Rahmen des Kurses hatten wir Hiacynta Hess als Expertin dabei und sie gab uns Feedback zu unserer Landingpage. Grundsätzlich gefiel ihr, was ich gemacht hatte – aber: Warum bitte nutze ich nur einen Teil des verfügbaren Platzes?

Ähm, ja, warum? Weil es mir nicht gelang, die Website zu überreden, den ganzen Platz zu nutzen. Egal was ich ausprobierte, es klappte einfach nicht.

Das Feedback aber brachte mich an den Punkt, an dem ich sagte: Okay, ich kann es nicht, aber vielleicht findet Hiacynta das Problem. Also habe ich einen Termin bei ihr gebucht und siehe da, das Problem lies sich lösen. Es lag auch nicht an meiner Unfähigkeit, sondern allein daran, dass das von mir verwendete Theme sich nicht verändern lies. Neues Theme aufgespielt und – voilá, es funktioniert! Ein paar Dinge muss ich noch anpassen, aber, jetzt wird die volle Seitenbreite genutzt! Manchmal ist es ganz einfach, manchmal muss man nur Menschen fragen, die eine Ahnung haben.

Ausblick auf Dezember 2025

  • Erzählen bei den Ruheständlern Volkach
  • Erzählen im Kindergarten ist Estenfeld
  • Weihnachtsmärkte, ich komme!
  • Entspannte Adventszeit

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